Orientierten sich Kalles Kaviar zu ihren Anfängen noch stark an der Ska
Musik der 2-Tone Ära, haben sie sich mit den Jahren schrittweise den jamaikanischen
Originalen der 60er und frühen 70er Jahren genähert. Heute gilt Kalles Kaviar europaweit
als eine der traditionellsten Ska und Rocksteady Bands und hat sich schon weit über die
Schweizer Grenzen eine treue Fangemeinde geschaffen.
Der Ursprung von Ska geht
auf die Nachkriegszeit zurück und geografisch in die Karibik, auf die Insel Jamaika.
Dort, wo sich der 77. Längen- mit dem 18. Breitengrad kreuzt, begannen Anfangs der
50er-Jahre schwarze und farbige Musiker den amerikanischen Rhythm & Blues der Bigbands
in kleinen Combos nach zu empfinden. Und sie würzten ihre Musik mit ihrem Temperament und
mit ihren eigenen Instrumenten. Ska war geboren und wurde schnell populär.
Die Inselgrenze überschritt der Ska im Gepäck der Emigranten, die ihn mit nach England
brachten. Ende der 60er trat Ska zu Gunsten des daraus weiter entwickelten Rocksteady und
des Reggae in den Hintergrund. Viele der grossen Reggaestars wie Bob Marley oder Jimmy
Cliff haben ihre musikalischen Sporen in der Ska-Musik abverdient.
Zehn Jahre später blühte der Ska wieder auf. Britische Bands wie The Specials, The
Selecter oder Madness begannen die originalen Hits neu zu interpretieren. Diese Zeit -die
2-Tone Ära- erhielt ihre Bezeichnung vom gleichnamigen Label, auf welchem viele dieser
-zumeist gemischtfarbigen- Bands vertreten waren.
In den 80er-Jahren trat der Ska erneut in den Hintergrund. Dennoch, einige Bands in
England und Amerika hielten der einst so populären Musik weiterhin die Treue, und ebneten
somit den Weg für zahlreiche weitere Bands, die seit 1990 die noch immer ungebrochene
"Third Ska Wave" vom Stapel lassen. |