WER KALLES KAVIAR IST
------>       UND WAS SKA

Nicole Schlachter:
Lead-Vocals Andi Schär:
Guitar & Vocals

Schon im Namen müsse das Zauberwort "Ska" erklingen, sagten sich die Musiker aus Basel, als sie 1995 (oder in der Zeitrechnung 35n. Ska) ihre Combo gründeten. Was lag da ferner, als eine Tube der Firma ABBA Seafood, Schweden, zur Hand zu nehmen und sich zwar nicht die Firma, aber deren Produkt "Kalles Kaviar" auf die Fahne zu schreiben. Mit dieser Idee war Kalles Kaviar geboren.

Wie das Musikerleben so spielt, spielten die meisten Band Mitglieder zuvor (und so zu sagen probehalber) in anderen Bands, wobei sich ihre ganz individuellen Vorlieben für Ska und Reggae herauszubilden begannen. So zum Beispiel Nicole Schlachter, die Sängerin mit der unglaublich souligen Stimme oder Andi Schär, Sänger und Gitarrist von Kalles Kaviar.

Daniel Bernegger:
Drums

Rene Buser:
Bass

Damit die Musik auch so richtig dampft und grooved, dafür sorgen die beiden Rhythmiker, Drummer Daniel Bernegger und Bassist René Buser, die die charakteristischen Akzente setzen und das Tempo angeben.

Markus Bertschmann:
Organ & Keyboards Gilbert Treftzger:
Lead-Guitar

Weiter tonangebend im Basler Neuner sind der Organist Markus Bertschmann und Lead-Gitarrist Gilbi Trefzger. Gekrönt wird die Combo durch die Kalles Kaviar Bläser-Section, bestehend aus Posaunist Yogi Feyfar, Saxophonist Simon Weishaupt und Trompeter Jonas Asprion. Sie bringen die fröhlichen Klangfarben in die Ska-Musik.

Yogi Feyfar:
Trombone & Vocals

Simon Weishaupt:
Saxophone Jonas Asprion:
Trumpet

Orientierten sich Kalles Kaviar zu ihren Anfängen noch stark an der Ska Musik der 2-Tone Ära, haben sie sich mit den Jahren schrittweise den jamaikanischen Originalen der 60er und frühen 70er Jahren genähert. Heute gilt Kalles Kaviar europaweit als eine der traditionellsten Ska und Rocksteady Bands und hat sich schon weit über die Schweizer Grenzen eine treue Fangemeinde geschaffen.

JamaikaDer Ursprung von Ska geht auf die Nachkriegszeit zurück und geografisch in die Karibik, auf die Insel Jamaika. Dort, wo sich der 77. Längen- mit dem 18. Breitengrad kreuzt, begannen Anfangs der 50er-Jahre schwarze und farbige Musiker den amerikanischen Rhythm & Blues der Bigbands in kleinen Combos nach zu empfinden. Und sie würzten ihre Musik mit ihrem Temperament und mit ihren eigenen Instrumenten. Ska war geboren und wurde schnell populär.

Die Inselgrenze überschritt der Ska im Gepäck der Emigranten, die ihn mit nach England brachten. Ende der 60er trat Ska zu Gunsten des daraus weiter entwickelten Rocksteady und des Reggae in den Hintergrund. Viele der grossen Reggaestars wie Bob Marley oder Jimmy Cliff haben ihre musikalischen Sporen in der Ska-Musik abverdient.

Zehn Jahre später blühte der Ska wieder auf. Britische Bands wie The Specials, The Selecter oder Madness begannen die originalen Hits neu zu interpretieren. Diese Zeit -die 2-Tone Ära- erhielt ihre Bezeichnung vom gleichnamigen Label, auf welchem viele dieser -zumeist gemischtfarbigen- Bands vertreten waren.

In den 80er-Jahren trat der Ska erneut in den Hintergrund. Dennoch, einige Bands in England und Amerika hielten der einst so populären Musik weiterhin die Treue, und ebneten somit den Weg für zahlreiche weitere Bands, die seit 1990 die noch immer ungebrochene "Third Ska Wave" vom Stapel lassen.

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